Стихотворения Марины Цветаевой



Gebet

Schenk mir, Christus, doch ein Wunder,
Jetzt, sofort, bei Tagesanbruch!
O lass mich sterben, in dieser Stunde,
Solang noch das Leben für mich wie ein Buch.

Halt mir nicht klug das Wort entgegen:
»Dulde, noch ist's nicht so weit.«
Du hast mir selbst – so viel gegeben!
Ich möchte jetzt gehn – alle Wege zugleich!

Vor allem: als Zigeunermädchen
Raubzüge machen mit Gesang;
Als Amazone Kriege bestehen;
Für alle leiden bei Orgelklang;

Im schwarzen Turm die Sterne deuten;
Kinder aus dem Dunkel führn …
Das Gestern zur Legende weiten,
Mich jeden Tag im Wahn verirrn.

Ich lieb das Kreuz, die Seide, Lerchen
Und meiner Seele schnelle Bahn.
Nach einer Kindheit wie im Märchen,
Schenk mir den Tod mit siebzehn Jahrn!

26. September 1909
Tarussa

Молитва

Христос и Бог! Я жажду чуда
Теперь, сейчас, в начале дня!
О, дай мне умереть, покуда
Вся жизнь как книга для меня.

Ты мудрый, ты не скажешь строго:
– «Терпи, еще не кончен срок».
Ты сам мне подал – слишком много!
Я жажду сразу – всех дорог!

Всего хочу: с душой цыгана
Идти под песни за разбой,
За всех страдать под звук органа
И амазонкой мчаться в бой;

Гадать по звездам в черной башне,
Вести детей вперед, сквозь тень …
Чтоб был легендой – день вчерашний,
Чтоб был безумьем – каждый день!

Люблю я крест, и щелк, и каски,
Моя душа мгновенний след …
Ты дал мне детство – лучше сказки
И дай мне смерть – в семнадцать лет!

26 сентября 1909,
Таруса





Von vier Uhr bis sieben

Im Herz, wie im Spiegel, ein Schatten,
Auch unter den Leuten – alleine geblieben …
Der Tag geht nur langsam von statten
Von vier Uhr bis sieben!
Ich brauch keine Menschen – sie lügen
Und werden grausam bei Dämmerung.
Ich könnte weinen. Zur Schnur
Haben die Finger das Tüchlein gewrungen.
Hab ich dich beleidigt – verzeih,
Doch bitt ich, mich nicht zu betrüben!
– Ich spüre unendliche Traurigkeit
Von vier Uhr bis sieben.

От четырех до семи

В сердце, как в зеркале, тень,
Скучно одной – и с людьми …
Медленно тянется день
От четырех до семи!
К людям не надо – солгут,
В сумерках каждый жесток.
Хочется плакать мне. В жгут
Пальцы скрутили платок.
Еслу обидишь – прощу,
Только меня не томи!
– Я бесконечно грущу
От четырех до семи.






*****
Meinen Versen, die ich früh geschrieben,
Als ich noch nicht wusste, dass ich Dichter bin,
Die wie Spritzer aus Fontänen sprühten,
Funkenflug, der aus Raketen springt,

Die wie kleine Teufel eingedrungen,
Wo der Weihrauch träumt, ins Heiligtum,
Versen, ob vom Tod, ob von der Jugend,
– Versen, die noch ungelesen ruhn!

Verstreut sind sie im Staub der Bücherläden,
Wo niemand sie gekauft hat, kaufen wird,
Meinen Versen wird, wie teuren Reben,
In der Zukunft einst ein Platz gebührn.

13. Mai 1913,
Koktebel'
*****
Моим стихам, написанным так рано,
Что и не знала я, что я – поэт,
Сорвавшимся, как брызги из фонтана,
Как искры из ракет,

Ворвавшимся, как маленькие черти,
В святилище, где сон и фимиам,
Моим стихам о юности и смерти,
– Нечитанным стихам!

Разбросанным в пыли по магазинам,
Где их никто не брал и не берет,
Моим стихам, как драгоценным винам,
Настанет свой черед.

Коктебель, 13 мая 1913







Für Asja

1

Wir sind schnelle, von der frischen Sorte,
Mit geschärftem Hirn.
In jeder Geste, jedem Blick und Worte
Ein schwesterliches Zweigestirn.

Launenhaft sind unsre Zärtlichkeiten,
Fein vor allen Dingen,
Wir sind aus Damaskus alten Zeiten –
Zwei gezogne Klingen.

Weg mit Scheunen und Getreidelasten,
Lass die Ochsen heulen!
Wir sind zwei, die in den Himmel rasten,
Sind zwei schnelle Pfeile.

Auf dem Markt der Welt sind wir alleine
Sündenfrei.
Wir – aus William Shakespeares Werk die reinsten
Verse – zwei.

11. Juni 1913

Асе

1

Мы быстры и наготове,
Мы остры.
В каждом жесте, в каждом взгляде, в каждом слове. –
Две сестры.

Своенравна наша ласка
И тонка,
Мы из старого Дамаска –
Два клинка.

Прочь, гумно и бремя хлеба,
И волы!
Мы – натянутые в небо
Две стрелы!

Мы одни на рынке мира
Без греха.
Мы – из Вильяма Шекспира
Два стиха.

11 июля 1913






*****
Ein Vorfahr von mir – spielte Fiedel,
Ein reitender Räuber er war.
Drum sind meine Sitten von Übel.
Es duftet nach Windzug mein Haar!

Stiehlt er nicht, der Braune, vom Wagen
Mit meiner Hand – Aprikosen?
Es ist für mein Tun anzuklagen
Der Lockige mit schiefer Nase.

Die Heckenrose er drehte
Im Mund, während Landmänner pflügten.
Er war kein sehr guter Gefährte,
Doch zärtlich und kühn in der Liebe.

Er liebte Perlen, den Mond, seine Pfeife,
Der Nachbarschaft lieblichste Frauen.
Mir scheint, es war wohl auch feige,
Mein Vorfahr mit hellgelben Augen.

Er hat seine Seele dem Teufel verkauft,
Um Mitternacht sich nicht zum Friedhof getraut!
Ein Messer, hab ich mir gedacht, –
Steckte verborgen im Stiefelschaft.

Und nicht nur einmal sprang er hervor
Hinter der Ecke – katzengleich – rüde …
Aus mancherlei Gründen kommt's mir so vor,
Als spielte er nie auf der Fiedel!

Und so wie der Schnee vom vergangenen Jahr
War ihm alles egal. Nur höher im Norden
Bin ich, wie mein ehrloser Vorfahr es war,
Ein Vagant, nur als Dichter, geworden.

23. Juni 1915
*****
Какой-нибудь предок мой был – скрипач,
Наездник и вор при этом.
Не потому ли мой нрав бродяч
И волосы пахнут ветром!

Не он ли, смуглый, крадет с арбы
Рукой моей – абрикосы,
Виновник страстной моей судьбы,
Курчавый и горбоносый.

Дивясь на пахаря за сохой,
Вертел между губ – шиповник.
Плохой товарищ он был, – лихой
И ласковый был любовник!

Любитель трубки, луны и бус,
И всех молодых соседок …
Еще мне думается, что – трус
Был мой желтоглазый предок.

Что, душу чёрту продав за грощ,
Он в поночь не шел кладбищем!
Еще мне думается, что нож
Носил он за голенищем.

Что не однажды из-за угла
Он прыгал –- как кошка – гибкий …
И почему-то я понала,
Что он – не играл на скрипке!

И было всё ему нипочем, –
Как снег прошлогодний – летом!
Таким мой предок был скрипачом.
Я стала – таким поэтом.

23 июня 1915







*****
Der verblichne Foliant hier
Hat für Frauen keinen Wert. –
Die ersehnte Ars Amandi
Einer Frau ist ganz die Erde.

Herz – ein Hexentrank der Liebe –
Mehr als alle treu.
Frauen sind schon in der Wiege
Jemands tiefer Sündenfall.

Ach, zum Himmel ist's zu weit!
Lippen nahn im nächtgen Blau …
– Gott, kein Strafgericht! – Du weiltest
Hier auf Erden nie als Frau!

29. September 1915
*****
В гибельном фолианте
Нету соблазна для
Женщины. – Ars Amandi
Женщине – вся земля.

Сердце – любовных зелий
Зелье – вернее всех.
Женщина с колыбели
Чей-нибудь смертный грех.

Ах, далеко до неба!
Губы – близки во мгле …
– Бог, не суди! – Ты не был
Женщиной на земле!

29 сентября 1915