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Форум об изучении немецкого языка, жизни и учебе в Германии » Изучение немецкого языка » Практика изучения немецкого языка » Поэзия на немецком языке
Поэзия на немецком языке
dimaspbДата: Пятница, 29.07.2011, 11:22 | Сообщение # 1
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Делимся своими любимыми стихотворениями на немецком языке!

Mein Herz, ich will dich fragen

Mein Herz, ich will dich fragen,
Was ist denn Liebe, sag'? -
"Zwei Seelen und ein Gedanke,
Zwei Herzen und ein Schlag!"

Und sprich, woher kommt Liebe? -
"Sie kommt und sie ist da!"
Und sprich, wie schwindet Liebe? -
"Die war's nicht, der's geschah!"

Und was ist reine Liebe? -
"Die ihrer selbst vergisst!"
Und wann ist Lieb' am tiefsten? -
"Wenn sie am stillsten ist!"

Und wann ist Lieb' am reichsten? -
"Das ist sie, wenn sie gibt!"
Und sprich, wie redet Liebe? -
"Die redet nicht, sie liebt!"

(von Friedrich Halm)
 
dimaspbДата: Пятница, 29.07.2011, 11:25 | Сообщение # 2
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Nebel

Seltsam im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum kennt den andern,
Jeder ist allein.

Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war,
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.

Seltsam im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.

(Hermann Hesse, Eine Fussreise im Herbst)
 
RovenaДата: Воскресенье, 31.07.2011, 16:50 | Сообщение # 3
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Was es ist

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe

© Erich Fried


Черно-белая жизнь - сайт-галерея черно-белых фотографий на различную тематику.

Сообщение отредактировал Rovena - Воскресенье, 31.07.2011, 16:50
 
ariel_alliotДата: Пятница, 25.11.2011, 08:38 | Сообщение # 4
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Es ist alles nur geliehen

Es ist alles nur geliehen,
hier auf dieser schönen Welt,
es ist alles nur geliehen,
aller Reichtum, alles Geld.
Es ist alles nur geliehen,
jede Stunde voller Glück,
musst du eines Tages gehen,
lässt du alles hier zurück.

Man sieht tausend schöne Dinge,
und man wünscht sich dies und das,
nur was gut ist und was teuer,
macht den Menschen heute Spaß.
Jeder will noch mehr besitzen,
zahlt er auch sehr viel dafür,
Keinem kann es etwas nützen,
es bleibt alles einmal hier.

Jeder hat nur das Bestreben,
etwas Besseres zu sein,
schafft und rafft das ganze Leben,
doch was bringt es ihm schon ein?
Alle Güter dieser Erde,
die das Schicksal dir verehrt,
sind dir nur auf Zeit gegeben,
und auf Dauer gar nichts wert.

Darum lebt doch euer Leben,
freut euch auf den nächsten Tag,
wer weiß schon auf diesem Globus,
was das Morgen bringen mag.
Freut euch an den kleinen Dingen,
nicht nur an Besitz und Geld,
es ist alles nur geliehen,
hier auf dieser schönen Welt.
Es ist alles nur geliehen,
hier auf dieser schönen Welt.

© Heinz Schenk
 
temushДата: Пятница, 25.11.2011, 15:27 | Сообщение # 5
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Willkommen und Abschied

Es schlug mein Herz, geschwind zu Pferde!
Es war getan fast eh gedacht;
Der Abend wiegte schon die Erde
Und an den Bergen hing die Nacht
Schon stand im Nebelkleid die Eiche
Ein aufgetürmter Riese, da,
Wo Finsternis aus dem Gesträuche
Mit hundert schwarzen Augen sah.

Der Mond von einem Wolkenhügel
Sah kläglich aus dem Duft hervor;
Die winde schwangen leise Flügel
Umsausten schauerlich mein Ohr
Die Nacht schuf tausend Ungeheuer
Doch frisch und fröhlich war mein Mut
In meinen Adern welches Feuer!
In meinen Herzen welche Glut!

Dich sah ich, und die milde Freude
Floß von dem süßen Blick auf mich;
Ganz war mein Herz an deiner Seite
Und jeder Atemzug für dich.
Ein rosafarbenes Frühlingswetter
Umgab das liebliche Gesicht,
Und Zärtlichkeit für mich - ihr Götter!
Ich hofft es, ich verdient es nicht!

Doch, ach schon mit der Morgensonne
Verengt der Abschied mir das Herz
In deinen Küssen welche Wonne!
In deinem Auge welcher Schmerz!
Ich ging und du standst und sahst zu Erden
Und sahst mir nach mit nassen Blick:
Und doch welch Glück geliebt zu werden!
Und lieben, Götter, welch ein Glück!

© Johann Wolfgang von Goethe

знаю наизусть :)


Приехав в Германию, я был поражен, какие чистые в ней туалеты, но еще не знал, что именно мне и придется их мыть ©
 
Михаель_StolzДата: Понедельник, 26.12.2011, 19:42 | Сообщение # 6
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Rovena, хороший стих! мне он тоже понравился!))

Der Sinn des Lebens ist deinem Leben einen Sinn zu geben.
 
LegiosДата: Вторник, 03.01.2012, 14:23 | Сообщение # 7
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das ist eher eines meiner Lieblingsgedichte...
und das erste, woran ich mich erinnerte, war:


Die Heimführung

Ich geh nicht allein, mein feines Lieb,
Du mußt mit mir wandern
Nach der lieben, alten, schaurigen Klause,
In dem trüben, kalten, traurigen Hause,
Wo meine Mutter am Eingang kaurt
Und auf des Sohnes Heimkehr laurt.

„Laß ab von mir, du finstrer Mann!
Wer hat dich gerufen?
Dein Odem glüht, deine Hand ist Eis,
Dein Auge sprüht, deine Wang ist weiß; -
Ich aber will mich lustig freun
An Rosenduft und Sonnenschein.“

Laß duften die Rosen, laß scheinen die Sonn,
Mein süßes Liebchen!
Wirf um den weiten, weißwallenden Schleier,
Und greif in die Saiten der schallenden Leier,
Und singe ein Hochzeitslied dabei;
Der Nachtwind pfeift die Melodei.

Heinrich Heine


Ich bin ein Nachtvogel.
Tagsüber nicht zu gebrauchen.
 
dimaspbДата: Вторник, 03.01.2012, 18:05 | Сообщение # 8
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Legios, up
 
LegiosДата: Вторник, 03.01.2012, 18:10 | Сообщение # 9
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dimaspb, danke schön happy

Ich bin ein Nachtvogel.
Tagsüber nicht zu gebrauchen.
 
schlankerДата: Суббота, 10.05.2014, 19:32 | Сообщение # 10
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Brennende Städte entlang der Art, wie diese Horden.
Zerstörte Dörfer, zertrampelt Roggen.
Und überall, schnell und eifrig, wie ein Wolf,
Diese Leute tun Raub und Einbruch.

Aber es sei denn, Leute? Niemand wird glauben,
Nach Treffen in Uniformen des Tieres gekleidet.
Sie essen nicht Menschen - wie Tiere,
Swallows Dampf Schweinefleisch Rohstoffe.

Ihre Gewohnheiten und kein Mensch,
Sag mir, kann der Leute jedem,
Foltert einen alten Mann auf einem Seil Taxco,
Mutter vor Kinder vergewaltigt?

Verbergen Bewohnern Frieden lebt
Aus diesem Deckmantel mit Ihnen nicht ein.
Nein! Du lügst! Angesichts der Namen von jemand anderem!
Menschen, die Sie nicht haben lange geglaubt.

Sie ehren den Krieg, und im Bereich dieser
Damit Sie wissen, wer Sie sind:
Shoot die Verwundeten, burn Krankenhäusern,
Ja Schule bombardieren Ihre Soldaten grüßen?

Wir wussten, dass Sie für eine kurze Zeit,
Und wir verstanden, dass Sie haben die Schlacht führt.
Cool, glücklich, dumm und grausam,
Aber die Elenden und erbärmlich, wie die Zeit kommt.

Und Sie wissen, dass Sie vor mir stehen, ohne Gürtel,
Palm schlägt sich in die Brust,
Popping mir eine Karte mit seiner Frau, Sohn,
Du denkst ich dir glauben? Überhaupt nicht!

Ich kann deutlich sehen, Frauen mit Kindern Gesicht,
Wenn Sie sie schießen auf dem Platz.
Ihr Blut ist auf einer eilig abgerissen Knopflöcher,
An kalten verschwitzten Handflächen Ihnen.

Solange Sie mit jemandem, der Himmel und Erde sind
Wir nehmen wollen, Freiheit und Ehre,
Solange du mit ihnen bist - du bist der Feind,
Und lang lebe der Strafe und Rache.

Sie auf die graue Asche von verbrannten Dörfern,
Während der Lebensdauer der Haube Schatten seiner Flügel.
Sie dachten, wir würden auf meinen Knien kriechen?
Nicht horror - Wut in uns geweckt.

Wir schlagen Sie jede Stunde auf die Stunde stärker ist:
Bajonette und Muscheln, ein Messer und dubem.
Wir wir schlagen dich, du schalten Sie Bomben,
Wir Mund der sowjetischen Land Sie punkten!

Auch bis zur letzten Stunde der Abrechnung zu starten
Feier des Tages, Ende des Tages,
Ich weiß nicht wie viele Jungs leben
Wer waren besser als ich.

Ich bin immer deine Pflicht Soldaten-Objekt
Und wenn wir wählen Tod von Freunden
Das ist besser als der Tod für das Vaterland
Und Sie können nicht auswählen ...
 
BRDNIKДата: Суббота, 10.05.2014, 22:17 | Сообщение # 11
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Liebster Freund, kannst du nicht sehen,
Daß die Dinge, für uns sehbar –
Nur ein Widerschein, ein Schatten
Derer, nicht dem Blick erspähbar?

Liebster Freund, kannst du nicht hören,
Daß das Marktgeschrei der Menge –
Ein verzerrtes Widerhallen
Feierlicher Sphärenklänge?

Liebster Freund, und kannst du ahnen,
Daß es eins nur gibt auf Erden –
Wenn in einem stummen Gruße
Sich zwei Herzen einig werden?

Kamen nicht umsonst zusammen,
Nicht umsonst haucht wie in Flammen
Meine Leidenschaft:
Dieser Feuerqualen Würgen,
Ist es nicht das beste Bürgen
Für der Schöpfung Kraft?

In die dunkle Schlucht der Gluten
Strömen die lebendgen Fluten
Ewger Liebe hier.
Aus des Kerkers Gluten bringe
Von des Feuervogels Schwinge
Ich die Feder dir.

Licht aus Nacht. Aus Schollendunkel
Könnt nicht aufgehn mit Gefunkel
Deiner Rosen Pracht,
Wenn ins Finstre, Trübe, Schwere
Nicht tief eingedrungen wäre
Ihrer Wurzeln Macht.

Wladimir Sergejewitsch Solowjow (auch:Solowjew) (1853 - 1900), russischer Religionsphilosoph und Schriftsteller, lehrte ab 1875 in Moskau, ab 1880 in Sankt Petersburg bis zum Lehrverbot 1881, das erfolgte, weil er für die Begnadigung der Zarenmörder eingetreten war; danach freier Schriftsteller und Publizist

Quelle: Übersetzt von Johannes von Guenther, (1886 - 1973), deutscher Schriftsteller, Übersetzer und Verleger


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AnnilДата: Воскресенье, 11.05.2014, 07:20 | Сообщение # 12
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Ein Zigarettenende
Kurt Schwitters
biggrin
Die Zigarette lag im Gras,
Zertreten und zu Tode wund.
Der Wind war kalt, der Boden naß,
Doch heiß ihr brennend roter Mund.
Jungfräulich weiß war einst ihr Leib,
Eh' ihre Wärme man mißbraucht,
Aus Gier oder zum Zeitvertreib;
Und all ihr Sein in Nichts verraucht.
Noch einmal zischt im Todeskampf
Der welke Rest, achtlos verschmäht,
Verlöscht dann still im eig'nen Dampf
Und wird vom Wind hinweggeweht.


von hinten wie von vorne A-n-n-A
 
Mila696Дата: Воскресенье, 11.05.2014, 16:05 | Сообщение # 13
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Пушкин Александр
Ich liebte Sie: Vielleicht ist dieses Feuer
In meinem Herzen noch nicht ganz verglüht;
Doch Ihre Ruh ist mir vor allem teuer;
Durch nichts betrüben will ich Ihr Gemüt.
Ich liebte Sie, stumm, hoffnungslos und schmerzlich,
In aller Qual, die solche Liebe gibt;
Ich liebte Sie so wahrhaft und so herzlich,
Gott geb, daß Sie ein andrer je so liebt.

(Deutsch von Friedrich Bodenstedt)

Ein Augenblick, ein wunderschöner:
Vor meine Augen tratest du,
Erscheinung im Vorüberschweben,
Der reinen Schönheit Genius.

In hoffnungslosem Leid gefangen,
Im Wirbelwind der lauten Welt
Erklang dein zartes Stimmchen lange,
Im Traum erschien dein zartes Bild.

Der Sturm rebellischer Visionen
Zerbrach, was einstmals Träume warn,
Dein zartes Stimmchen ging verloren,
Dein Götterbild schwand mit den Jahrn.

Ertaubt, im Finster der Verbannung
Still Tag um Tag von dannen schlich,
Kein Gott, und keine Musen sangen,
Kein Leben, Tränen, Lieben nicht.

Doch dann erwachte meine Seele:
Von neuem tratst du auf mich zu,
Erscheinung im Vorüberschweben,
Der reinen Schönheit Genius.

Erregung, Herzschläge erklingen,
Neu aus der Asche schwingt sich auf
Die Gottheit, und die Musen singen,
Und Leben, Tränen, Liebe auch.

(Übersetzung von Eric Boerner.)


Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Сообщение отредактировал Mila696 - Воскресенье, 11.05.2014, 16:06
 
Marina_NettДата: Понедельник, 12.05.2014, 13:15 | Сообщение # 14
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Еще со школы любимое стихотворение  happy

Die Lorelei (von Heinrich Heine)

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
Dass ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.
 
Die Luft ist kühl, und es dunkelt,
Und ruhig fliesst der Rhein;
Der Gipfel des Berges funkelt
Im Abendsonnenschein.
 
Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar,
Ihr goldenes Geschmeide blitzet,
Sie kämmt ihr goldenes Haar.
 
Sie kämmt es mit goldenem Kamme
Und singt ein Lied dabei;
Das hat eine wundersame,
Gewaltige Melodei.
 
Den Schiffer im kleinen Schiffe
Ergreift es mit wildem Weh;
Er schaut nicht die Felsenriffe,
Er schat nur hinauf in die Höh.
 
Ich glaube, die Welllen verschlingen
Am Ende Schiffer und Kahn;
Und das hat mit ihrem Singen
Die Lorelei getan.
 
AnnilДата: Суббота, 17.05.2014, 08:55 | Сообщение # 15
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Ich hatte einst ein schönes Vaterland - 
Heinrich Heine

Ich hatte einst ein schönes Vaterland.
Der Eichenbaum
wuchs dort so hoch, die Veilchen nickten sanft -
es war ein Traum.
Das küßte mich auf deutsch und sprach auf deutsch 
(man glaubt es kaum,
wie gut es klang) das Wort: "Ich liebe dich" -
es war ein Traum.


von hinten wie von vorne A-n-n-A
 
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